1967 – 1977

Die Art und Weise, wie die „Egerländer Musikanten“ aufspielten, weckte auch bei vielen Spielmannsleuten das Interesse, in ähnlicher Weise zu musizieren. Der schleichende Prozess, den Spielmannszug in einen Fanfaren-und Musikzug umzubauen, hatte somit seinen Anfang gefunden. Trompeten,  Hörner, Klarinetten, Saxophone und Posaunen wurden nach und nach beschafft. Viele Spielmannsleute fühlten sich jedoch den Herausforderungen solcher Musik nicht gewachsen oder hatten den Elan verloren, der noch in den Anfangsjahren vorzufinden war. Musik nach Noten verlangte plötzlich viel mehr Fleiß und Disziplin ab. Auch Wertungsspiele wurden nicht mehr so häufig durchgeführt, was den Übungsanreiz verringerte. Otto Franck, der Vater unseres heutigen Dirigenten Henric Franck und Rudi Kühlwein waren die ersten Ausbilder, die den Spielmannszug allmählich (ab dem Jahr 1970) in das Klangbild eines Musikzuges überführten.  Neben Fanfarenmarschmusik konnte man erstmals auch Schlager und Walzerlieder zu Gehör bringen, die allerdings in der usführung noch Schwächen zeigte. Die Zugstärke lag zu diesem Zeitpunkt bei rund 50 Mann. 1974 bis 1975 hatte Karlheinz Pfeiffer die Stabführung des Musikzuges übernommen, da Norbert Leingang aus beruflichen Gründen den Stab niederlegen musste. 1976 wurde Alfons Braun als Dirigent verpflichtet um dem Musikzug die notwendigen Grundlagen für das Erlernen eines Blasinstrumentes beizubringen. Braun spielte seinerzeit beim Orchester „Pfälzer Land“ und hatte somit  alle musikalischen Qualitäten, um dem Musikzug die nötigen Kenntnisse zu vermitteln. 1977 übernahm Norbert Leingang wieder die Stabführung1968
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